Als Pfarrer Striedl eine neue Orgel brauchte, wollte er sie weder erbetteln noch sich dreinreden lassen. Also führte er kurzerhand den sogenannten Scheinwerfersonntag ein.
Bei der Kollekte waren nur Geldscheine erlaubt. Münzen galten an diesem Tag als stilles Gebet. Den gesammelten Betrag legte der Pfarrer anschließend aus eigener Tasche noch einmal auf die Kollekte obenauf — und machte damit klar, dass er keine Hilfe aus dem Bistum Passau brauchte.
So blieb die Orgel eine Gemeindesach — und Striedls Sache sowieso.
„Heit wird g’scheint“ (Bild: DALL*E-KI)